JU Elbe-Weser begrüßt Schulreformpläne der Landesregierung

Samstag, 30. Oktober 2010 | Autor:

Der Bezirksverband Elbe-Weser der Jungen Union (JU) zeigt sich überwiegend zufrieden mit den Plänen des Kultusministers Dr. Bernd Althusmann zur Reformierung der Schulstruktur in Niedersachsen. „Dass Gymnasien einen Bestandsschutz erhalten, zeigt die essentielle Bedeutung dieser Schulform in der niedersächsischen Schullandschaft. Die Förderung der unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schüler muss sich auch weiterhin in der Schulstruktur widerspiegeln” so der JU-Bezirksvorsitzende Alexander Krause.

Die JU ist zwar eine Verfechterin der Dreigliedrigkeit, da diese sich aller Probleme zum Trotz über Jahrzehnte bewährt hat. „Aber wir sind uns durchaus bewusst, dass vor allem hier im ländlichen Raum viele Schulen aufgrund zurückgehender Schülerzahlen nicht in der Form gehalten werden können. Eine ‘Oberschule’, also die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule, gibt den Kommunen auch weiterhin die Möglichkeit, ein differenziertes Schulangebot anzubieten” erläutert Krause weiter.

Durch diese Reform sieht die JU Elbe-Weser keine Notwendigkeit mehr für weitere Einführungen von integrierten Gesamtschulen (IGS) in Niedersachsen. „Unserer Ansicht nach sind IGS die schlechteste Schulform. Wir sprechen uns daher für ein Neugründungsverbot von integrierten Gesamtschulen aus“ so Krause. Er verweist bei dieser Aussage auf Studien wie den Bildungsbericht 2008 des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der LIFE-Studie. In diesen Untersuchungen wurde ermittelt, dass sich das Bildungsniveau von Gesamtschülern über Hauptschülern, aber teilweise deutlich unter denen von Realschülern bewegt, von Gymnasiasten ganz zu schweigen. „Es gelingt Gesamtschulen offensichtlich nicht, den Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem schulischen Werdegange aufzuheben oder dauerhaft zu verringern“ unterstreicht Krause seine Forderung.

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